Mein Kind hat ein Recht
auf seine Mutter.

Warum wird dieses Recht in der Realität nicht gewährleistet?

Die Geschichte einer Mutter in Österreich, die trotz der gesetzlichen Regelungen keinen regelmäßigen Kontakt zu ihrem eigenen Kind haben kann.

Eine Mutter hält lächelnd ihr Kind im Arm.

Das Problem in Kürze

Wenn das Gesetz in der Praxis nicht greift

In Österreich hat ein Kind grundsätzlich das Recht auf Kontakt zu beiden Elternteilen. Doch in der Praxis:

01

kann der Kontakt von den Entscheidungen eines Elternteils abhängen;

02

können vereinbarte Treffen kurzfristig abgesagt werden;

03

können Gerichtsverfahren mehrere Monate dauern;

04

ist es ohne anwaltliche Unterstützung schwierig, die eigenen Rechte und die Rechte des Kindes wirksam durchzusetzen.

Meine Geschichte

Die Mutter hält ihr schlafendes Kind eng und zärtlich im Arm.

Meine Geschichte

Ich zog im Jahr 2022 zu meinem damaligen Ehemann nach Österreich.

Wir wollten eine Familie gründen und gemeinsam ein stabiles Leben aufbauen: Ich wollte mich in Österreich integrieren, die Sprache lernen und mich beruflich weiterentwickeln. Mein Mann sollte uns während dieser Zeit als Familie unterstützen.

Im ersten Jahr unserer Ehe wurde ich schwanger.

Aufgrund der Sprachbarriere, der Schwangerschaft und weiterer Umstände war es für mich schwierig, eine Arbeitsstelle zu finden.

Da ich bereits Erfahrung in der Film- und Medienbranche hatte, gründete ich ein Onlineprojekt. Damit wollte ich meine finanzielle Unabhängigkeit aufbauen und gleichzeitig zum Familienbudget beitragen.

Nach der Geburt unseres Sohnes verschlechterte sich unsere Beziehung.

Mit der Zeit wurde es immer schwieriger, ein stabiles familiäres Umfeld aufrechtzuerhalten.

Aufgrund dieser belastenden Lebensphase und der hohen psychischen und körperlichen Beanspruchung benötigte ich medizinische Unterstützung und Zeit zur Erholung.

Ich bin dem österreichischen Gesundheitssystem für die erhaltene Hilfe dankbar. Diese Unterstützung half mir dabei, wieder Stabilität zu finden.

Im Jahr 2024 ließen wir uns scheiden.

Nach der Scheidung

Nach der Scheidung begann ich, mein Leben neu aufzubauen:

  • Ich fand eine Arbeitsstelle.
  • Ich sorgte für eine eigene Unterkunft.
  • Ich schuf wieder einen stabilen und geregelten Alltag.

In dieser Phase wurde entschieden, dass unser Kind vorübergehend beim Vater leben sollte, während ich stabile Voraussetzungen für seine Betreuung und Erziehung schuf.

Gleichzeitig wurde eine Vereinbarung über regelmäßige Kontakte getroffen.

Über mehrere Monate hinweg sah ich meinen Sohn regelmäßig und häufig.

Was sich veränderte

Später begann sich die Art des Kontakts zu verändern:

  • Die Dauer und die Form der Treffen wurden zunehmend eingeschränkt.
  • Der Kontakt wurde von Bedingungen abhängig, die ich selbst nicht kontrollieren konnte.
  • Vereinbarte Treffen wurden abgesagt.

Mit der Zeit führte dies zu längeren Phasen, in denen überhaupt kein Kontakt mehr bestand:

  • keine persönlichen Treffen;
  • keine Telefonate;
  • keine Informationen über mein Kind.

In einzelnen Zeiträumen sah ich meinen Sohn mehrere Wochen oder sogar Monate lang nicht.

Meine Versuche, die Situation zu lösen

Ich versuchte wiederholt, eine Lösung zu finden:

  • durch direkte Gespräche;
  • durch Mediation;
  • durch die Anrufung des Gerichts.

In einem Fall konnten wir uns auf häufigere Treffen einigen. Diese Vereinbarung wurde jedoch nur für kurze Zeit eingehalten.

Danach wurde der Kontakt erneut unregelmäßig.

Die aktuelle Situation

Zum jetzigen Zeitpunkt:

  • besteht kein stabiler und verlässlicher Kontakt zu meinem Kind;
  • finden die Treffen unregelmäßig statt;
  • gibt es keinen garantierten Umgangsplan.

Trotz der bestehenden rechtlichen Regelungen wird das Recht meines Kindes auf regelmäßigen Kontakt zu seiner Mutter in der Praxis nicht verlässlich gewährleistet.

Chronologie

Der zeitliche Verlauf

2022

Umzug nach Österreich, Eheschließung und der gemeinsame Plan, eine Familie und ein stabiles Leben aufzubauen.

2023

Geburt unseres Sohnes.

Aufgrund der Schwierigkeiten bei der Integration und der Arbeitssuche gründete ich ein eigenes Onlineprojekt.

2024

Verschlechterung der familiären Situation und Scheidung.

Beginn meines persönlichen und beruflichen Wiederaufbaus: Arbeit, eigene Unterkunft und Stabilisierung meines Alltags.

Nach der Scheidung wurde ein regelmäßiger Kontakt zum Kind vereinbart: ein Tag pro Woche.

Die Mutter mit ihrem Sohn im Freien.
Anfang 2025

Der Kontakt wurde schrittweise ausgeweitet:

  • regelmäßige Treffen;
  • häufiger Kontakt;
  • aktive Beteiligung am Leben meines Kindes.
Sommer 2025

Der Kontakt wurde zunehmend eingeschränkt:

  • Es wurden zusätzliche Bedingungen gestellt.
  • Bestimmte Formen der Treffen wurden untersagt.
  • Entscheidungen wurden einseitig getroffen.
August bis Oktober 2025

Vollständiger Kontaktabbruch:

  • keine Treffen;
  • keine Telefonate;
  • keine Informationen über mein Kind.
Oktober 2025

Ich wandte mich an das Gericht. Daraufhin wurde eine Mediation angeordnet.

Es wurde eine Vereinbarung über häufigere Kontakte getroffen: zwei Treffen pro Woche.

November 2025

Die Vereinbarung wurde nur für einen begrenzten Zeitraum eingehalten, ungefähr einen Monat lang.

Dezember 2025 bis Februar 2026

Erneuter vollständiger Kontaktabbruch:

  • keine persönlichen Treffen;
  • keine Informationen über mein Kind;
  • wichtige Ereignisse und Feiertage konnten nicht gemeinsam verbracht werden.
Februar bis April 2026

Der Kontakt wurde teilweise wiederhergestellt, blieb jedoch instabil.

Innerhalb mehrerer Monate fanden weniger als zehn Treffen statt.

Gegenwärtige Situation im Jahr 2026
  • Es gibt keinen garantierten Kontaktplan.
  • Die Treffen finden unregelmäßig statt.
  • Der Kontakt hängt weiterhin von den Entscheidungen des anderen Elternteils ab.

Das Gerichtsverfahren dauert weiterhin an und kann noch mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Ein strukturelles Problem

Dies ist kein Einzelfall

Wenn ein Elternteil den Kontakt einschränkt, steht dem anderen Elternteil häufig kein schneller und wirksamer Schutzmechanismus zur Verfügung. Dadurch:

01

leidet das Kind;

02

wird die Bindung zu einem Elternteil geschwächt oder unterbrochen;

03

verzögern sich notwendige Entscheidungen;

04

bleibt das gesetzlich vorgesehene Recht in der Praxis häufig nur eine formale Regelung.

Ruhiges Porträt der Mutter mit ihrem Kind.

Mein Anliegen

Ich bitte nicht um eine Sonderbehandlung.

Ich bitte darum:

  • die tatsächliche Durchsetzung des Rechts meines Kindes auf Kontakt zu beiden Elternteilen sicherzustellen;
  • öffentliche Aufmerksamkeit auf dieses Problem zu lenken;
  • Zugang zu wirksamer rechtlicher Unterstützung zu erhalten.
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ziabkinagalina@gmail.com